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Trächtiger Pudel im gemütlichen Sonnenlicht

Ihre Hündin ist trächtig … Was nun?

Erfahren Sie, was Sie während der Trächtigkeit erwartet, wie sich die Bedürfnisse Ihrer Hündin verändern und wie Sie sich auf eine sichere Geburt vorbereiten.

Zucht & Wissen

Die Trächtigkeit ist eine der wichtigsten Phasen im Leben einer Hündin. Obwohl die meisten trächtigen Hündinnen ohne größere Komplikationen durch die Trächtigkeit kommen, können eine passende Ernährung, tierärztliche Betreuung und eine gute Vorbereitung die Gesundheit der Mutter und ihrer Welpen unterstützen.

Die Trächtigkeit dauert beim Hund durchschnittlich etwa 63 Tage, wenn ab dem Eisprung gerechnet wird. Der Deckzeitpunkt allein erlaubt jedoch nicht immer eine genaue Vorhersage des Geburtstermins. Deshalb sollten die Überwachung der Trächtigkeit und die Vorbereitung auf die Geburt gemeinsam mit dem Tierarzt geplant werden.

Schlafende trächtige Pudelhündin in gemütlicher Bettwäsche

1 Sie kann mehr schlafen und ruhen

Während der Trächtigkeit werden manche Hündinnen ruhiger, zeigen weniger Interesse an anstrengender Bewegung und verbringen mehr Zeit mit Ruhephasen.

Verhaltensänderungen können sehr unterschiedlich ausfallen. Mehr Schlaf oder ein ruhigeres Verhalten allein sind kein sicherer Beweis für eine Trächtigkeit.

Normale, leichte Bewegung muss bei einer trächtigen Hündin in der Regel nicht vollständig eingestellt werden. Mit fortschreitender Trächtigkeit sollte die Aktivität an ihren Zustand angepasst werden, während anstrengende Aktivitäten und Situationen mit Verletzungsrisiko vermieden werden sollten.

Kuscheln mit einem verschlafenen Welpen

2 Ihr Verhalten kann sich verändern

Hormonelle Veränderungen während der Trächtigkeit können das Verhalten einer Hündin beeinflussen. Manche Hündinnen werden anhänglicher und suchen mehr Nähe, während andere ruhiger werden und lieber etwas mehr Abstand haben.

Sie kann auch mehr Ruhe suchen oder beginnen, ruhigere Plätze aufzusuchen.

Wichtig ist, dass diese Anzeichen nicht ausschließlich bei einer echten Trächtigkeit auftreten. Auch bei einer Scheinträchtigkeit können ähnliche Veränderungen vorkommen. Eine Trächtigkeit lässt sich daher nicht allein anhand des Verhaltens zuverlässig feststellen.

Trächtiger Pudel genießt eine gemütliche Mahlzeit

3 Appetit und Nährstoffbedarf können sich verändern

Während der Trächtigkeit kann sich der Appetit verändern. Manche Hündinnen fressen in der frühen Phase etwas weniger oder zeigen leichte Übelkeit, während ihr Energiebedarf mit dem Wachstum der Welpen zunimmt.

Die Hündin sollte ein vollwertiges und ausgewogenes Futter erhalten, das für Trächtigkeit und Wachstum geeignet ist. Die Futtermenge sollte nicht einfach von Beginn der Trächtigkeit an stark erhöht werden.

Das stärkste Wachstum der Welpen findet im letzten Drittel der Trächtigkeit statt. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf der Hündin. Da im Bauchraum weniger Platz vorhanden ist, können mehrere kleinere Mahlzeiten besser geeignet sein als ein oder zwei große Mahlzeiten.

Wichtig: Kalziumpräparate sollten während der Trächtigkeit nicht ohne tierärztliche Empfehlung gegeben werden. Eine falsche Supplementierung kann mehr schaden als nutzen.

Gemütliches Pudel-Kuscheln

4 Der Körper beginnt, die Veränderungen zu zeigen

Mit fortschreitender Trächtigkeit können verschiedene körperliche Veränderungen sichtbar werden:

Gewichtszunahme – besonders mit zunehmendem Wachstum der Welpen. Ein größer werdender Bauch – vor allem in den späteren Phasen. Veränderungen der Milchleisten – diese können zum Ende der Trächtigkeit deutlicher werden. Veränderungen der Körperform – der Bauch kann runder und ausgeprägter werden.

Keines dieser Anzeichen bestätigt jedoch allein eine Trächtigkeit. Auch bei einer Scheinträchtigkeit können ein größerer Bauch, vergrößerte Milchleisten und Verhaltensänderungen auftreten.

Eine echte Trächtigkeit sollte deshalb durch einen Tierarzt mit geeigneten diagnostischen Methoden bestätigt werden.

Sanfter Ultraschall für einen behaglichen Pudel

5 Wie können Sie sicher sein?

Die zuverlässigste Möglichkeit, eine Trächtigkeit zu bestätigen, ist eine tierärztliche Untersuchung mit geeigneter Diagnostik.

Ultraschall – eine Trächtigkeit kann in der Regel ab etwa dem 25. Tag erkannt werden. Besonders hilfreich ist der Ultraschall zur Beurteilung der Lebensfähigkeit der Föten und des Verlaufs der Trächtigkeit.

Relaxin-Bluttest – das trächtigkeitsspezifische Hormon Relaxin kann bei trächtigen Hündinnen meist ab etwa 22–27 Tagen nach der Befruchtung nachgewiesen werden.

Röntgen – die Skelettstrukturen der Föten werden ungefähr ab dem 42.–45. Tag sichtbar. Spätere Röntgenaufnahmen, insbesondere nach dem 55. Tag, eignen sich am besten zur Einschätzung der Wurfgröße.

Der richtige Zeitpunkt und die geeignete Untersuchung sollten mit dem Tierarzt abgestimmt werden, insbesondere wenn der Zeitpunkt des Eisprungs nicht bekannt ist.

Trächtiger Pudel in einem gemütlichen Nest

6 Die letzten Tage: Vorbereitung auf die Geburt

Wenn die Geburt näher rückt, kann eine Hündin unruhiger werden, einen ruhigen Platz suchen, mit dem Nestbau beginnen, weniger fressen oder stärker hecheln.

Bei vielen Hündinnen sinkt die Körpertemperatur etwa 8–24 Stunden vor der Geburt. Die Temperatur allein ist jedoch kein zuverlässiger Vorhersagewert und sollte immer zusammen mit anderen Anzeichen und dem Verlauf der Trächtigkeit beurteilt werden.

Bereiten Sie einen ruhigen, sauberen und vertrauten Platz für die Geburt vor und halten Sie die Kontaktdaten für einen tierärztlichen Notdienst bereit. Besonders bei kleinen Rassen und beim ersten Wurf ist es wichtig, im Voraus zu wissen, wo im Notfall eine tierärztliche Versorgung möglich ist.

Kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt, wenn: • die Hündin über längere Zeit starke Wehen hat, ohne dass ein Welpe geboren wird; • während der aktiven Geburt ungewöhnlich lange kein Fortschritt erkennbar ist; • sie deutliche Schmerzen, Schwäche oder starke Unruhe zeigt; • der Verdacht besteht, dass ein Welpe im Geburtskanal feststeckt; • ein auffälliger oder ungewöhnlicher vaginaler Ausfluss auftritt; • die Trächtigkeit deutlich über den erwarteten Zeitraum hinausgeht, insbesondere wenn der Eisprungzeitpunkt bekannt ist.

Bei Verdacht auf eine schwere Geburt sollte nicht einfach abgewartet werden. Eine Dystokie kann für die Hündin und ihre Welpen lebensbedrohlich sein und erfordert eine tierärztliche Beurteilung.

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